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Thema: Tips: Gaelendewagen-Kauf fuer kleinen Geldbeutel
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Herbert Junior Member Beiträge: 25 Registriert: Mai 2000
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erstellt am: 25. Mai 2000 17:01
Hallo Forum,die Tips, die ich hier gebe richten sich vorerst speziell an Leute die sich den Traum vom Urlaub im eigenen Gelaendewagen verwirklichen wollen, dabei aber nicht ein Vermoegen ausgeben wollen oder koennen. Alle meine Tips sind von mir selbst gesammelte Informationen, die ich meiner Zeit als "armer" Azubi und Student in meiner geldlosen Zeit gesammelt habe. Ich moechte darauf hinweisen, dass sich meine Tips hauptsaechlich auf noerdliche-Laender (Schottland, Island, Skandinvien, Kanada) beziehen. 1. Gelaendewagenkauf: 1. Sucht euch einen kleinen Gelaendewagen um DM4000. Man findet in dieser Preisklasse recht gute Angebote. (Es geht auch billiger, aber dann muss man aufpassen und sich technisch gut auskennen...) Die Suzukis sind recht zuverlaessig, guenstig im Unterhalt und im Gelaende super. (Bequem sind sie nicht, aber irgendwo muss man halt Einschraenkungen machen...) Ein echter Geheimtip sind die kleinen Daihatsus. Die sind unwahrscheinlich robust und hart im nehmen. Die Mechanik ist unschlagbar. Auch ist es der einzige Gelaendewagen in dieser Groesse, der mit Diesel-Motor zu haben ist. Ich habe meine Reisen mit einem F50 Diesel Bj 81 angefangen. Das Schoene an diesen alten Dingern ist, dass man die, die noch nicht vom Rostfrass von der Strasse geraeumt worden sind, schon "restauriert" in unserer Preisklasse kaufen kann. Wo kann man so etwas finden? www.quoka.de, sowie die oertliche Sperrmuell oder Kurz und Fuendig. Selbstverstaendlich muss der Verkaeufer bei Verkauf des Fahrzeugs einen neuen TUV und ASU machen. (Wenn nicht, ist eh' etwas faul) Achtet beim Kauf besonders auf blau-rauchende Motoren (besonders beim Kaltstart!) und ueberdimensional laute Geraeusche im Getriebe und den Differentialen. Der Rahmen des Fahrzeugs sollte keine Schaeden oder Rostloecher aufweisen. (Aber das besorgt der TUV fuer Euch!) Rost an der Karosserie ist halb so schlimm. Viele Leute haben schon ein technisch einwandfreies Gelaendeauto stehen gelassen, weil es "nicht schoen" aussah... Alte Toyota Land Cruiser sind im annehmbaren Zustand meist zu teuer (Besonders im Unterhalt!) Ich weiss jeder hat den Traum vom Land Rover. Allerdings muss ich leider fuer Anfaenger davon abraten. Das Fahrzueg ist super, allerdings muss man mechanisch fit sein. Es ist immer etwas kaputt... (Glaubt mir ich weiss, wovon ich spreche, ich bin der Vorstand von einem Land Rover Club in Kanada.) Der Landie kommt erst mit etwas Erfahrung, dann laesst er einen aber nicht mehr los! 2. Platzprobeme: Nachdem Ihr Euch fuer ein Fahrzeug entschieden habt, werdet Ihr feststellen dass wenig Platz in einem Suzuki oder Daihatsu ist. Es ist aber nicht so schlimm, wie manche Leute sagen, wenn man mit Koepfchen packt. Nun kommt es vor allem darauf an, ob man alleine oder zu zweit in Urlaub faehrt. Bei zwei Leuten ist, denke ich, bei einer Fahrt ueber 4 Wochen ein Dachtraeger unvermeidlich. Ein Dachzelt waere ideal, ist aber meist nicht im Budget. Auf alle Faelle muss die hintere Sitzbank raus (Auch fuer mechanische Laien kein Problem. Schrauben!) Fuer Singles hier ein extra Tip: Fuer den grossen Trip den Beifahrer-Sitz herausschrauben, zum Obi gehen und sich eine Spanplatte in Laenge des Innenraums und Breite des Beifahrersitzes herausschneiden lassen. Die vorhandenen Sitzbefestigungen nutzen, um die Platte zu befestigen. Schon hat man ein ausreichend grosses "Bett" fuer eine Person. Wem das zu kompliziert ist, hat selbstverstaendlich ein Zelt. So, das war der erste Teil meiner Tips. Im zweiten Teil versuche ich meine Erfahrungen mit Ausruestung und Packen usw. wiederzugeben. Sollten meine Meldungen zu lang sein, bitte ich die Administratoren mir auf die Finger zu klopfen...  Gruesse Herbert
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Markus Junior Member Beiträge: 18 Registriert: Apr 2000
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erstellt am: 26. Mai 2000 14:17
Hallo Herbert kompliment zu den Tips!!!Doch möchte ich, was die Toyotas anbelangt ein bisserl wiedersprechen. Verhältnissmässig gute BJ 40/42/45/75 bekommt man unterdessen auch schon für unter 10.000.-DM, 40er teilweise um die 2000.-. Was den Unterhalt anbelangt kann ich nur sagen, das Erfahrungsgemäss weniger kaputt geht als bei anderen Geländewägen und es sich somit meisst schon nach 1-2 Jahren rechnet etwas mehr ausgegeben zu haben. Oder ist das die Rivalität zwischen Toyota und Landrover Fahrern die da mit Dir durchgeht ;-) In Deutschland hst Du natürlich das Problem der Hubraumbesteuerung, das meines Erachtens bei Fahrzeugen mit kurzem Radstand und ZGG(Zulässiges Gesamtgewicht)unter 2.800kg(darüber wird nach ZGG besteuert) heftigst auf den Geldbeutel schlägt. Das führt dazu, dass wir für unseren Suzuki SJ413 484.-DM pro Jahr und für den grossen Toyota 337.-DM pro Jahr bezahlen. Im Falle eines F50 Wildcat Diesel wird es sogar noch heftiger, ca 1000.-DM pro Jahr da die Dieselsteuer noch teurer ist. Gruss Markus IP: Gespeichert |
Herbert Junior Member Beiträge: 25 Registriert: Mai 2000
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erstellt am: 26. Mai 2000 16:58
Hallo Markus,klar, wer einen annehmbaren Toyota, oder gar Mercedes in dieser Preisklasse bekommt, umso besser! Die haben mehr Platz als z.B. die Suzis. Generell gilt: Wer ein gutes Angebot sieht, zuschlagen! Wichtig ist, dass man sich vor dem Kauf ueber Unterhaltskosten und vor allem den Benzin/Diesel Verbrauch informiert, um keine boesen Ueberraschungen zu erleben. In meiner Situation war es so (und ich denke, dass es sich bei vielen jungen Leuten aehnlich verhaelt), dass ich es mir nicht leisten konnte, neben dem Gelaendewagen noch ein anderes Auto anzuschaffen. Man muss eben einen Kompromiss zwischen Verbrauch, Anschaffungskosten und Unterhalt schliessen. Gruss Herbert PS: Aber wir alle wissen ja: Frueher oder spaeter fahren alle Land Rover und werfen alle Kompromisse ueber Bord!  IP: Gespeichert |
Markus Junior Member Beiträge: 18 Registriert: Apr 2000
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erstellt am: 26. Mai 2000 17:37
Hallo Herbert und natürlich das interresierte Forum!Noch eine Bemerkung zu den Suzukis: Die gibt es auch mit langem Radstand, was erstens das Platzangebot deutlich vergrössert und zweitens für Fahrkomfort sorgt, da das bei kurzen Radständen und Blattfederung beliebte "versetzen" nicht mehr ganz so schlimm ist. Kostet beim freien Importeur NEU ca 20.000.-DM mit einem Peugeot Diesel Motor. Ein weiterer Vorteil des langen Radstandes ist, dass das Fahrzeug die begehrte Zulassung als "Kombinationskraftwagen" (nach Gewicht besteuert ca 200.-DM jährl.) erhält. Ausserdem lässt sich nach Ausbau der Rücksitzbank eine Liegefläche für 2 installieren. Spritverbrauch des Diesel-Aggregates liegt bei ca. 7 Litern Strasse!!! Wir hatten so ein Fahrzeug vor 2 Jahren in Ostafrika gemietet und trotz des langen Radstandes haben sich die Geländeeigenschaften zum eigenen Suzi zuhause nur unwesentlich verschlechtert. Trotz Regenzeit und Strassenprofil, hatten wir keine Probleme im Gegensatz zu vielen schweren und vollbeladenen Geländewagen anderer Marken. Natürlich sollte man immer an das Leistungsgewicht denken, und den "Kleinen" nicht zuviel zumuten. Aber da der Spritverbrauch sehr gering ist, muss man auch nicht soviel Treibstoff mitschleppen. Gruss Markus P.S.: Ich dachte eigentlich, dass der Daktarimythos nach dem Ende von BMW/Rover nun endlich ein Ende hätte, aber anscheinend versuchen jetzt ja Andere Ihr Glück. Das die eigentlich nicht aus der Automobilbranche sind, dürfte Landy Fahrer ja nicht stören, denn das Schrauben sind Sie ja gewohnt...  IP: Gespeichert |