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Herbert Junior Member Beiträge: 25 |
Als erfahrener Traveller moechte ich hier mal etwas bemerken, was mir wahrscheinlich von einigen Leuten boese Kommentare einbringen wird. Ich moechte aber auch zum Denken anregen und das ist nun einmal manchmal kontrovers. Auf der Homepage von Klaus Daerr liest man ausfuehrlich ueber den Raubueberfall auf seine Expedition Ende 1999. Das ist bedauerlich und ich hoffe, dass man die Taeter und das gestohlene Material bald sicherstellen wird. Wer die Situation in den Nordafrikanischen Laendern kennt, wird mir allerdings zustimmen, dass dies eher unwahrscheinlich ist. Ich denke dass Klaus Daerr ueber die Jahre hinweg Pionier-Arbeit bezueglich Afrika und Sahara-Reisen geleistet hat. Die Firma Daerr in Muenchen und Klaus Daerr's Buecher inspirieren mich seit Jahren. Allerdings komme ich nicht drum rum hier mal Kritik zu ueben. Ich frage mich des oefteren: Ist es wirklich notwendig, auf eine solche Expedition Geraetschaften im Wert von ueber DM350.000 mitzunehmen? Ich weiss, es handelt sich um organisierte Expeditionen, auf der Leute Ihren eigenen Gelaendewagen mitbringen. Ich bin ganz ehrlich: Meine erste Reaktion, als ich die Bilder der gestohlenen Fahrzeuge und Ausruestung gesehen habe, war: "Das ist kein Wunder!" Allein der gruene Mercedes Gelaendewagen kostet mind. DM130.000 und ist nagelneu. Auch der Mitsubishi ist brandneu und wird beim Haendler nicht unter mind. DM70000.00 verkauft. Auch die Ausruestung ist brandneu. Mich wuerde nicht wundern, wenn das alles zum ersten mal benutzt worden ist. Alle Fahrzeuge sind mit allerlei bunten Werbeaufklebern bedruckt und fallen auf wie der beruehmte "Bunte Hund". Ich arbeite selbst in der Werbebranche und weiss wie wichtig Publicity fuer eine Unternehmung ist, aber mit Abenteuer hat das meiner Meinung nach nichts mehr zu tun. Ich moechte hier mal in Erinnerung bringen: Nordafrika ist ein Gebiet mit zum Teil bitterarmen aber dennoch freundlichen und hilfsbereiten Menschen. Umso deutlicher fallen Gelaendewagen und Ausruestung in den obersten Preisregionen auf und verleiten kriminelle Individuen umsomehr zu kriminellen Taten. Ich moechte hier mal einen Appell loswerden. Weniger ist manchmal mehr! Die Sahara ist viel zu schoen, um Ihn als Werbehintergrund und als Spielwiese fuer reiche Europaer zu missbrauchen, die schnell mal DM 100.000 ausgeben, um den Abenteuer-Kick zu bekommen. Um hier keinen falschen Eindruck aufkommen zu lassen: Ich habe nichts gegen organisierte Expeditionen, ich habe auch nichts dagegen neues Geraet zu benutzen. Ich benutze selbst GPS und dergleichen. Aber man kann alles uebertreiben. Es faerht sich mit einem DM10.000 Gelaendewagen manchmal genauso gut und sollte der trotz allem gestohlen werden, ist der Verlust nicht ganz so gross! Und sollten Banditengruppen schon auf die naechste halbe-million Selbstbedienungs-Expedition warten, koennte es sein, dass sich die Reichen eben ein anderes Abenteuer suchen... Viele Gruesse [Diese Nachricht wurde von Herbert am 29. Mai 2000 editiert.] IP: Gespeichert |
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georg Junior Member Beiträge: 3 |
ich bin ganz deiner meinung! IP: Gespeichert |
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Wolfgang Maas Administrator Beiträge: 63 |
Hallo, auch ein Fahrzeug mit "nur" 10 000 Mark ist für den, der gar nix hat, eine Menge Holz. Außerdem bin ich selbst immer wieder erstaunt, was da so an Werten zusammenkommt: vom GPS bis zum Sandblech. Andererseits handelte es sich nicht um Gelegenheitsdiebe, die mal schnell im Basar den reichen Touri abgreifen, sondern nach meiner Meinung um eine professionelle Bande mit sehr guten Kontakten und Infologistik, die das ganze Gebiet als Jagdrevier betrachtet, wie auch der tragische Überfall auf die beiden Holländer zeigte. Bei uns kannst Du ja auch nicht einen Porsche oder so ein Teil lange rumstehen lassen, ohne daß eine sehr professionelle Eigentumsübertragung stattfindet: nicht von Sozialhilfeempfängern übrigens, sondern von durchorganisierten HighTech Banden!!!! Für mich ist klar: ein teures Auto freut den Räuber vielleicht gar nicht mal mehr als ein einfaches, macht es für ihn es doch viel schwieriger, so ein Ding loszuschlagen, weil es eben auch viel mehr auffällt als ein "altes" Teil, das zur Not in seine Einzelteile zerlegt und verkauft werden kann. Ich kann mir aber nicht vorstellen, daß der Räuber nicht auch in den ältesten Borgwart mal "reinkucken" will, denn auch darin findet sich zuhauf brauchbares und viel leichter zu verscherbelndes Gerät. Beim legalisierten "Raub" an allerlei Kontrollposten (Land nenne ich keines) hatte ich immer das Gefühl, daß gerade die alten Kisten besonders beackert wurden, da die zugehörigen Personen als solche angesehen wurden, die keinen politischen Einfluß wo auch immer haben. Bleibt zu hoffen, daß die Typen dingfest gemacht werden. Mit einem neuen Fahrzeug so eine teilweise doch sehr anspruchsvolle Strecke zu bereisen sehe ich als inzwischen ältergewordener Mensch schon anders als bei der ersten Tour 1968, bei der ich die halbe Zeit mit Freude unterm Auto gelegen bin, was ich jetzt nimmer möchte, und weshalb ich mir vor 2 Jahren mal einen neuen Ländy gekauft hab. (Nein, da war bisher noch nix kaputt außer dem linken Scheibenwischer!!!) Aufkleber hab ich im Urlaub keine drauf, wobei, wenns danach ginge, die italienischen Wüstenfahrerkollegen wohl alle zu Fuß heimgehen müßten..... Gruß Wolfgang IP: Gespeichert |
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DasZebra Junior Member Beiträge: 10 |
Hallo zusammen, ich hab mir die ganze Sache hier mal angeschaut, und möcht folgendes dazu sagen. Wer legt sich für ein GPS unter ein Auto eines Wildfremden Menschen, um eine Fahrgestellnummer zu verfollständigen? Ich weiß ja nichtmal, ob ich lebend wieder unter dem Auto herfor komme. Ich finde diese Aufforderung schon ziemlich heftig. Zum Wert der Fahrzeuge denke ich, daß es keine Rolle spielt, wieviel uns das Fahrzeug kostet, denn auch eine Gurke für 10.000 DM steht um Welten besser da als die Fahrzeuge die den Menschen dort zur Verfügung stehen. cu Markus IP: Gespeichert |
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