erstellt am: 09. März 2001 11:28
Wer sich für diese Möglichkeit interessiert und noch wenig Ahnung hat, für den habe ich hier 2 Anmerkungen:
1.) Ein Palm ersetzt genausowenig einen Garmin, wie der Garmin einen Kompaß ersetzen kann.
2.) ein Infoblatt, das im Groben dem Neuling einen kleinen Überblick verschafft und dem Profi einen TIP FÜR DEN IMPORT VON EIGENEN KARTEN an die Hand gibt.Gruß Wolfgang
PALM und GPS
Eine Anleitung mit Beispielen
für Kunden der Firma
Därr Expeditionsservice,
Theresienstrasse 66
80333 München www.daerr.de
Nachdruck und Vervielfältigung,
auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung der Firma Därr.
Copyright 2001 by Därr Expeditionsservice
Was ist ein Palm?
Ein kleiner Taschencomputer mit dem Betriebssystem PALM OS (derzeit 3.5).
Für den Palm gibt es tausende von Programmen, die teilweise Freeware, also kostenlos, teilweise Shareware sind, und dann um die 20-50 Mark kosten, oder umfangreiche Programme, die auch mal über 100 Mark kosten können. In der Regel sind sie aus dem Internet zu laden.
Es gibt Anwendungen wie Word (Wordsmith für Palm) oder Exel (TinySheet für Palm), Programme die diese Dateien synchronisieren, Terminplaner mit der Möglichkeit Outlook oder andere Terminplaner einzubinden, Handyeinbindungen von SMS über Email bis zum Internetsurfen, Programme für Astrologie, Informationen, Spiele, Wecker, Rechner und alles mögliche, also wirklich tausende kleiner Helferlein, bis hin zu GPS.
Als Modul-Zubehör gibt es aufsteckbare kleine Falt-Tastaturen z.B. für Vielschreiber, Kameras von Kodak, MP3 Player, Wetterstationen und vieles mehr bis hin zu GPS Geräten.
Im Internet finden Sie unter www.palmconsult.de einen schönen Einstieg in die weltweite Palmgemeinde.
Das Betriebssystem Palm OS 3.5 läuft nach Meinung vieler User stabiler als Windows CE und hat derzeit auch einen Marktanteil von über 80% bei den sogenannten Handhelds.
Er kann mit MAC oder PC kommunizieren, also Daten austauschen.
IM FOLGENDEN IST NUR DIE PC-Lösung BESCHRIEBEN.
Welchen Palm nehme ich?
Neben anderen Geräten, die mit PALM OS arbeiten (z.B. Handspring) konzentrieren wir uns hier auf den Palm, weil wir nur über das reden wollen, was wir selbst getestet haben.
Zur Zeit haben Sie die Wahl zwischen einem Palm der sogenannten III.er Serie, also alles, was eine III und dann unter Umständen noch einen weiteren Buchstaben hat, und der V.er Serie. Der Palm 100 bleibt hier außen vor, da er zu wenig Leistung für die gps Navigation hat. Hauptunterschiede von IIIern und Vern ist die Bauform:
der Ver ist mehr „designed“, und passt im Gegenzug nicht auf die Dockingstationen oder Geräteerweiterungen der IIIer Serie. Es werden aber Adapter angeboten, die mehr oder weniger wackelig sind.
Wenn Sie mit GPS navigieren wollen, sollten Sie 2 Anforderungen an das Gerät stellen: zum einen hohen Speicher, 8 MB sind gerade recht, zum anderen ein gutes Display.
Das Farbdisplay des Palm IIIc hat es uns da besonders angetan, da die Farbe die Kartendarstellung noch übersichtlicher und leichter ablesbar macht.
Nachteil: er hat einen eingebauten Akku, die anderen Palms werden mit Batterien (Microzellen) versorgt, und wären auf Reisen besser geeignet. Palm IIIc kann aber als Sonderzubehör mit Ladestecker für die 12V Steckdose aufgerüstet werden.
Palms mit nur 2 MB sind nicht so gut geeignet, da die Kartenanzahl sehr begrenzt wird. Aufrüstungen auf bis zu 1 GB sind möglich aber kostenintensiv, da das Gerät umgebaut werden muss und eine Chipkartenaufnahme erhält. Ansteckbare Erweiterungen sind ebenfalls erhältlich, kommen aber für GPS User nicht in Betracht, da dann das GPS Modul nicht mehr angesteckt werden kann.
Wie gehe ich vor?
Erst mal den Palm in die Ladestation (IIIc), resp. neue Batterien (V) rein.
Gebrauchsanweisung durchlesen.
Dann die leere Dockingstation an die serielle Schnittstelle (Com1 etwa), und Palm nicht reinstecken!!! CD mit Palm Desktopsoftware reinschieben. (Nicht die manchmal mitgelieferte CD mit den Sharewareprogrammen.....)
Sie installieren dann zuerst auf Win9x oder WinNT die mitgelieferte Palmtopsoftware.
Das Programm installiert einen Terminplaner auf dem PC mit allem PiPaPo und den sogenannten HotSync auf dem PC, ein Programm, das zur Kommunikation mit dem Palm benötigt wird.
Beide Programme müssen drauf, auch wenn Sie schon einen Planer haben. Während der Installation können Sie sich für einen Planer auf Ihrem PC entscheiden, etwa, wenn Sie es bereits auf Ihrem Rechner schon installiert haben, das bekannte Microsoft Outlook.
Dann bleibt der Palmplaner leer, und ein Programm, Conduit genannt, wird zur Zusammenarbeit mit Ihrem Outlook installiert. Wer noch keinen Planer hat, bekommt den PalmDesktop Planer auf diese Weise frei haus.
Nun spielen Sie erst mal einige Zeit mit den neuen Programmen rum.
PRINZIP DER KOMMUNIKATION:
Alles was Sie auf dem Palm tun, wird beim Synchronisieren durch das Programm HotSync auf dem PC geändert und umgekehrt. Sie können aber darüber hinaus bestimmen, wie synchronisiert werden soll, etwa Handheld überschreibt Desktop, oder Desktop überschreibt Handheld oder gar nichts tun und so weiter...... Lesen Sie die Gebrauchsanweisung, ehe Sie Daten vernichten .
Auf dem Palm installieren können Sie mit Hilfe des PC HotSync Programmes, das sich von selbst in den Startordner legt, aber auch dort entfernt und von Hand gestartet werden kann: Sie fügen diesem Programm in einer Auswahlbox PALM Dateien (Endungen etwa ...prc, oder ...pdb....) hinzu, die dann beim nächsten Synchronisieren auf den Palm wandern und dort genutzt werden können.
Also: der PC verwaltet die Palm-Dateien, mit denen er eigentlich gar nichts anfangen kann, und spielt sie aufs Gerät. Unterscheiden Sie zwischen PC Programmen und Palm Programmen. Manche Anwendungen sind reine Palm Programme, die Sie nur via PC auf den Palm bringen, zum Beispiel nette Reisewecker oder Spiele oder Sternkarten......,
andere bringen noch ein PC Programm mit, das dann die Palm Daten (etwa auf dem Palm geschriebene Texte) in die PC Sprache „übersetzen“ oder Ihnen das Arbeiten auf dem PC ermöglicht, und das Ergebnis dann zum Palm überträgt- etwa gleich in MSWord oder Excel, wenn Sie das entsprechende Conduit kaufen.
Arbeiten mit Kartenprogrammen auf dem Palm
Zunächst installieren Sie das jeweilige Programm.
Wie das geht, steht bei den Programmen immer ausführlich dabei.
Beispiel: DIGIMAP:
Zuerst das PC Grundprogramm PowerRoute auf dem PC Installieren, dann die Palm-DigiMap2000 Diskette hinterherinstallieren. Auf dem PC wird ein Zusatz-Programm installiert und die für den Palm bestimmte Software wird (Doppelklick genügt) für den nächsten HotSync bereitgestellt. Fertig. (IIIc Benutzer wählen natürlich die Farbvariante!!!)
Beim nächsten HotSync wird das Palm-Programm dann vom PC auf den Palm geladen.
TIP: stellen Sie, wenn Sie Karten oder Programme installieren, die Optionen für die Synchronisierung des Kalenders, der Adressen, der Aufgaben und der Notizzettel auf „NICHTS TUN“, das spart beim Installieren von Karten und Programmen auf den Palm viel Zeit.
Stellen Sie im Palm unter den Optionen Mail, falls Sie Mail überhaupt benutzen wollen, auf z.B. nur ungelesene empfangen, sonst haben Sie den ganzen (speicherintensiven) Posteingang des Rechners auf dem Palm und werden ihn nicht so schnell wieder los.
So geht’s: in der unteren Leiste des PC neben der Uhr das kreisförmige Symbol des HotSync mit der rechten Maustaste klicken, im aufgeklappten Menü dann Benutzerdefiniert wählen und im PopUp Do nothing anklicken. Die Mailoptionen müssen Sie wie oben beschrieben im Palm einstellen. Jetzt wird nur installiert, das geht wesentlich schneller.
Nun öffnen Sie das Programm PowerRoute und machen sich damit vertraut.
Das Programm bietet die Möglichkeit, Routen und Touren zu planen.
Es ist sehr umfangreich und es dauert schon etwas, bis Sie alle Funktionen beherrschen.
Jetzt soll es aber auf dem Palm weitergehen:
Öffnen Sie das PC Programm von DIGIMAP2000 und beachten Sie die Einstellungen unten links. Da finden Sie einige interessante Kästchen, deren Inhalt Sie durch die Auswahlbox ändern können.
Als Besitzer eines neuen Gerätes stellen Sie das Betriebssystem auf OS 3.5 in der kleinen Auswahlbox. Nun bestimmen Sie noch die Baud-Rate der Verbindung. Gehen Sie mal runter auf 38400 Baud, das dauert dann, läuft aber nach meiner Erfahrung stabil. Sie können natürlich auch ausprobieren, wie viel „Ihre“ Schnittstelle verträgt. Wird’s zuviel kommen Fehlermeldungen, dann schalten Sie wieder um eine Stufe zurück.
Nun klicken Sie noch oben im Menü Optionen auf Konfiguration: stellen Sie hier ein, wie detailreich die Karten abgebildet werden sollen: mit oder ohne Flüsse, Eisenbahnen etc etc
Nun laden Sie zum Beispiel die Deutschlandkarte oder einen Stadtplan (von denen es über 2000 gibt). Mit der Maus und dem Lupensymbol können Sie sich nun einen Ausschnitt einer Länderkarte herausgreifen: je größer der Ausschnitt, desto mehr Detailinformationen werden übertragen. Übertragen Sie ganz Deutschland, haben Sie die Hauptverbindungswege auf dem Palm, wählen Sie den Ausschnitt etwa auf Südbayern begrenzt, sind auch die kleinen Nebenstrecken da. Jedoch: erwarten Sie bei den Karten nicht jeden Feldweg oder jede Strasse im „tiefen Busch“. Sie können sich aber auch einen Stadtplan einer Stadt (z.B. München) auswählen.
Da ist dann jedes Strasserl mit Namen drauf, kostet aber Speicherplatz!
Wenn Sie Ihre Wahl getroffen haben, stecken Sie den Palm in die Dockingstation, öffnen im Palm das Programm Digimap, gehen auf Optionen und klicken dort mit dem Stift auf Verwalten. Dann klicken Sie auf dem PC das Kästchen zu Palm übertragen an und klicken auf übertragen. Kartenbild und Ortsdaten (es ist etwas komplizierter, aber das muss man/frau nicht wissen) werden übertragen.
Im Palm finden Sie nun die Karten unter dem Menüpunkt verwalten wieder. Lesen Sie auch hier die Anleitung.
Sie haben jetzt einen z.B. Stadtplan auf dem Palm, können Strassen nach Namen suchen und sich auf dem Palm eine Route berechnen lassen, oder Routen, die Sie auf dem PC erstellt haben, in den Palm übertragen.
Beispiel ROUTE EUROPA
Ein reines Palm Programm, das der Magellan Companion Lösung für den Palm V beigepackt ist, aber auch unter www.palmtopsoftware.com extra bezogen werden kann.
Hier schieben Sie nur die CD ins Laufwerk des PC, vertrauen auf den Selbststart und klicken die Länder an, die Sie wollen. (Geht auch per Hand: Palm Installtool aufrufen, ist bei den Programmen, und über dieses die Dateien von der CD abrufen. HotSync machen)
Beim nächsten Hotsync haben Sie Programm und Karten auf dem Palm.
Hauptstrecken sind drauf, kleinere Nebenstrecken finden Sie nicht, in Städten kommen Sie damit nicht klar, dazu ist die Informationsdichte der Karten zu gering, wohl aber bei der Umfahrung von Millionenmetropolen.
Dafür haben Sie aber nun Karten von ganz Europa, die es sonst so nicht gibt, etwa Finnland.
Auf dem Palm können Sie nun Routen berechnen und Strecken überblicken und Entfernungen abschätzen.
TIP: als Palm IIIc Nutzer laden Sie sich das Update von obiger web-Seite und haben dann bunte Karten. Sie müssen dazu das alte Palmprogramm löschen und das neue aufspielen.
Manchen genügt es nun völlig, nur eine digitale Karte auf dem Palm zu haben,
aber andere wollen nun:.
GPS auf dem Palm
Wenn Ihr Palm Programm GPS unterstützt, wie die beiden oben genannten,
dann haben Sie 3 Möglichkeiten:
1.) Sie verbinden Ihr GPS Gerät mittels eines Spezialkabels mit dem Palm. Dies macht nicht nur dann Sinn, wenn Sie ein GPS Gerät ohne Kartendisplay haben, etwa ein Garmin-12, das nur den Track anzeigt oder nur Wegpunkte darstellt, sondern hilft einem Besitzer eines z.B. Garmin-12-Map Gerätes nun auch vor Ort eine Route berechnen zu können.
2.) Sie haben eine 12 Volt Quelle in der Nähe: dann nehmen Sie die „NAVIMOUSE“ für Palm III oder Palm V, stecken das Kästchen auf den Palm, kleben die Antenne mit dem Saugfuß aufs Dach oder hinters Fenster, stecken den 12 Volt Zigarettenanzünder ein, und fertig ist der GPS Empfang.
3.) Sie wollen zu Fuß reisen und haben kein GPS-Gerät: dann hilft Ihnen der Magellan GPS Companion, der allerdings nur mit einem Palm V betrieben werden kann. Der Palm wird in das Gerät eingesteckt und fertig.
Bemerkungen aus der Praxis:
Der Wunsch nach selbst eingescannten Karten kommt immer wieder auf.
Rand McNally bietet hier eine Software für den Palm. Sie können aus dem Internet Karten laden und in einem mitgelieferten Programmteil so vorbereiten, dass der Palm sie dann in den GPSAtlas einlädt. (www.palmgear.com und im Suchfeld oben GPS eingeben: 32 Programme erwarten Sie, schauen Sie mal, was Sie außer dem GPS-Atlas brauchen können J )
Auf der Homepage vom GPSAtlas www.gpspilot.com finden Sie die genauen Anleitungen, wie die zum Teil sehr exakten Internetkarten wie z.B. von Mapblast erstellt werden können unter dem als Link unterlegten Satz: How to import maps from the internet
Sie wählen die Karte, lassen sich die Koordinaten geben und schreiben eine kleine Textdatei mit den Koordinaten. Dann importieren Sie via Cartographer in den Palm.
Das geht prima.
Sie können auch eigene Karten scannen, oder durch Bildschirmkopie erzeugen. Das funktioniert auch ganz gut, jedoch geben wir zu bedenken, dass 1.) die Kalibrierung von Karten auf dem für solche präzisen Arbeiten doch recht kleinen Display des Palm nicht ganz einfach ist. (Rechen Sie selbst: bei einer 1:50 000er Karte liegen Sie bei einem Millimeter Differenz zwischen Stiftpunkt und richtigem Punkt schon kräftig daneben.) Und 2.) werden die Informationen einer Karte (Ortsnamen etc. etc. dann durch das Herunterrechnen oft zu Pixelgräbern oder führen zu leichter Unübersichtlichkeit. Ein Beispielbild ist bei der Programmbeschreibung unter obiger Web Seite zu finden, wenn Sie das Symbol der Herstellerwebseite anklicken und dort weitersuchen nach dem Cartographer. BEACHTEN SIE DOCH AUCH DIE DÄRR-LÖSUNG AM ENDE DES TEXTES!!!!!
Mitunter taucht auch die Frage nach der Kommunikation von Palm und GPS Geräten auf.
Unter www.cru.fr/perso/cc/GPilotS/ finden Sie ein Freeware Programm, das mit Garmin Geräten reden kann: Sie können unterwegs Tracks, Wegpunkte und Routen zwischen Palm und Garmin (z.B. etrex, oder auch emap) hin und her schieben und so verwalten und/oder sichern.
Zuhause spielen Sie dann z.B. aus dem Palm via Garmin die Sammlung auf den PC.
In den letzten Monaten hat die Kartenfülle an fertigen, also kalibrierten Karten schon deutlich zugenommen, es ist mit weiteren Kartenangeboten zu rechnen. Darüber hinaus basteln einige Entwickler schon an Importfiltern, was weniger ein technisches als ein rechtliches Problem darstellt.
Erwarten Sie nicht die technischen und optischen Möglichkeiten, die Sie auf einem 14Zoll Notebook haben, erwarten Sie aber auch nicht das Gewicht, das Volumen und den Wiederanschaffungspreis desselben, wenn der Palm mal runterfällt
Lieber den Palm in der Westen-Tasche, als das Notebook daheim auf dem Schreibtisch!!!
Hinweis: Palm, Microsoft, Navimouse, Magellan und andere Produktnamen in diesem Artikel sind eingetragene Warenzeichen und daher geschützt,
diese Beschreibung erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit und Vollständigkeit,
für Schäden aus der Befolgung dieser Beschreibung haften wir nicht,
insbesondere, wenn der geneigte Leser den Falltest mit Laptop oder Palm nachvollzieht.
Des weiteren übernehmen wir keine Verantwortung für den Inhalt der oben angegebenen Links hinsichtlich Rassismus, Sexismus oder sonstiger Verstöße gegen Rechte aus Deutschland, Europa und aller Welt.
Es ist mir persönlich auch ein Bedürfnis, darauf hinzuweisen, dass keines der oben genannten Geräte, Produkte oder diese Anleitung dazu geeignet ist, an Kleintiere verfüttert zu werden.
Halten Sie diese Anleitung außerhalb der Reichweite von Kindern.
Für US-Bürger gilt: lesen Sie diese Anleitung nicht!
(Lachen Sie bitte nicht, das ist (fast) alles EU Recht!!!!)
Wolfgang Maas
ANHANG:
Da doch immer wieder der Wunsch nach topografischen eigenen Karten im Palm auftaucht,
hier die DÄRR Lösung für eine optimale Kartendarstellung auf dem Palm:
Sie benötigen den PALM, einen PC und die Software GPS ATLAS incl. CARTOGRAPHER
(www.palmgear.com), sowie die Software QV 2.0 (www.daerr.de) ein komfortables Grabber-Programm, etwa Hypersnap, das eine Bildschirmkopie von Teilen des Bildschirms machen kann, also dem Kartenfenster, und noch ein Bildbearbeitungsprogramm. Zur Not tut’s auch die eingebaute Bildschirmkopie-Funktion, wenn in einem Bildbearbeitungsprogramm dann die „Ränder“ von der Karte weggeschnitten werden.
So gehen Sie vor:
Vorarbeit: Sie legen einen Ordner an, den Sie etwa Palm-Karten nennen.
1.) Sie scannen eine Karte ein und importieren und kalibrieren sie „professionell“ in QV2.0, oder laden eine Karte von einer Karten CD in das Programm. Wählen Sie den geeigneten Kartenausschnitt. Je größer der Maßstab, desto klarer das Ergebnis auf dem Palm, der ja nun nicht gerade ein hochauflösendes Display hat J.
2.) Sie machen eine Bildschirmkopie und speichern diese in obigem Ordner mit einem aussagekräftigen Namen.
ACHTUNG: ab jetzt dürfen Sie in QuoVadis nichts mehr ändern und das Programm auch nicht mehr schließen!!!!
3.) Sie rufen ein Bildbearbeitungsprogramm auf und laden die Bildschirmkopie
4.) Sie können nun in der Karte rummalen oder „Routen“ per Stift einmalen oder sonst was,
5.) Als Anfänger sollten Sie die Karte jedoch nicht zuschneiden, sondern so lassen, wie sie ist. WICHTIG ist, dass Sie nun die Karte im 16 Farben Bitmap Modus speichern. Damit gehen Ihnen ein paar Farben verloren, aber das folgende Programm akzeptiert nur 16 Farben Bitmaps. Speichern Sie unter ...16.bmp, dann kommen Sie nicht durcheinander und haben beide Versionen für eventuelle spätere Bearbeitungen.
6.) Nun öffnen Sie den Cartographer und den Explorer. Ziehen Sie die 16 Bitmap Datei per Drag und Drop auf den Cartographer. Eine Box geht auf, die nach den beiden Koordinaten links oben und rechts unten fragt.
7.) Ordnen Sie auf dem Schirm QV so an, dass es im Hintergrund läuft und den Cartographer in der Mitte. Dazu müssen Sie eigentlich nur QV aus der Taskleiste aufrufen. Nun stellen Sie in QV unter Einstellungen die dezimale Koordinatenanzeige an, sodaß die Zahlen so erscheinen z.B. N 47.668...
8.) Nun klicken Sie in die linke obere Ecke von QV und tragen dann im Cartographer einfach die Zahlen ein, dann das selbe Spiel für rechts unten. Um später diese Karte wieder einmal „palmgemäß“ bearbeiten zu können, macht es großen Sinn, schnell den Windows-Editor (Startmenü/Programme/Zubehör/Editor) zu starten und die 4 Zahlenblöcke dort einzutippen und als TXT Datei mit Kartennamen zu den Karten in den Ordner zu legen.
9.) Nun klicken Sie im Cartographer noch verschiedene Einstellungen durch (Farbe, Kompression etc. Wenn Sie nun die erzeugte Database via Hotsync auf den Palm übertragen, haben Sie ihre Karte auf dem kleinen Begleiter.
10.) Sie können der entstandenen Datenbank weitere Karten hinzufügen und so ein größeres Gebiet eingeben. Rechnen Sie nach anfänglichen Irrwegen mit ca. 4 Minuten pro Karte von der Bildschirmkopie bis zur Palmversion. Cartographer erkennt Überlappungen, und wenn Sie genau genug in QV geklickt haben, stimmt auch der Übergang, der bei GPS automatisch vom Palm ausgeführt wird.
11.) Es ist Geschmackssache und vor allem eine Frage des Speicherplatzes, ob Sie Schwarz-Weiß oder Bunt nehmen, wie viele Farben sie nehmen wollen, und ob Sie im Bitmap oder vorkomprimierten Jpeg Format arbeiten wollen. Nehmen Sie sich etwas Zeit und spielen Sie es mal anhand ein und derselben Karte durch: fertigen Sie verschiedene Ansichten und betrachten Sie das Ergebnis im Palm. Was Ihnen gefällt und nicht zuviel Speicher frisst, können Sie dann für sich entscheiden und anwenden.
12.) ACHTUNG: wenn Sie obige Anleitung befolgen, und gar Kopien Ihrer Arbeit an Freunde weitergeben, können Sie sich strafbar machen. (Urheberrecht....)