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| Autor | Thema: Lariam für Kinder? |
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Anno Junior Member Beiträge: 7 |
Laut Information der Ärzte der Gelbfieberimpfstelle in der Uniklinik Bonn soll Lariam für Kinder geradezu unbedenklich sein. Nebenwirkungen träten überhaupt nicht auf. Kann das sein? Welche Prophylaxe ist für Kinder von zwei und fünf Jahren empfehlenswert? Bin dankbar für jede Info Grüße Anno IP: Gespeichert |
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schmidt.rb Member Beiträge: 73 |
Befragt doch mal Euren Arzt zu Malarone, zwar teuer, aber völlig nebenwirkungsfrei und z.Z noch 100 % Schutz. Weitere Info gerne, wenn notwendig. Gruss www.dt800.de [Diese Nachricht wurde von schmidt.rb am 02. November 2001 editiert.] IP: Gespeichert |
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eitmos Member Beiträge: 31 |
Natürlich hat Lariam Nebenwirkungen, wenn Dir jemand sagt, Lariam hätte keine, ist das völliger Quatsch!! Allerdings muß man schon das Risiko einer Malariaerkrankung abwägen, und dann gegebenenfalls lieber eine Prophylaxe mit Nebenwirkungen in Kauf nehmen. Zunächst einmal wird vor Reisen in entlegene malariagefährdete Gebiete mit Kindern unter 5 Jahren grundsätzlich abgeraten! Das bedeutet aber nicht,daß Ihr nicht fahren könnt, bzw. WO soll es überhaupt hingehen?!? Letzendlich müßt Ihr als Eltern entscheiden, ob Ihr das Eurem Kind zumuten wollt, oder nicht. Am Wichtigsten ist, die Kinder vor Mückenstichen zu schützen. D. h. ab Dämmerung Tragen langer Hosen mit Socken, langärmelige Hemden, Aufenthalt in klimatisierten Räumen, Moskitonetze benutzen usw. Mit Repellents muß man vorsichtig sein, nicht alle werden von Kleinkindern vertragen, bzw. sind für Kleinkinder geeignet! Die Medikamentenprophylaxe ist dann abhängig von Eurem Reiseziel. Es bringt also wenig, wenn Ihr nicht sagt, wohin es gehen soll. Grundsätzlich stehen alle Medikamente der Erwachsenen auch für Kinder zu Verfügung. Am besten eignet sich Resochin junior. Die Dosierung geht dabei nach Gewicht des Kindes. In resochinresistenten Gebieten soll man wahlweise Lariam geben (auch in Abhängigkeit des Gewichtes) oder zu Resochin Paludrine dazu. Ich würde ganz klar auf Lariam verzichten!!!! Und mich für Resochin junior evtl. in Verbindung mit Paludrine entschließen! Lariam soll auf jeden Fall erst ab einem Körpergewicht von 5 kg. gegeben werden und keinesfalls vor dem 3. Lebensmonat. Aber auch dann halte ich es für zu früh. Den Tip mit Malarone kann ich nur bestätigen! Falls es in ein Land geht, in dem eine hohe Resitenz vorliegt, würde ich mich (auch als Erwachsener) für Malarone entscheiden. Wenn Du noch weitere fragen hast, kein Problem! Gruß, Simone IP: Gespeichert |
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Holger Vollbrecht Junior Member Beiträge: 19 |
Hallo Anno, mittlerweile können auch wir die qual der wahl einer malariaprophylaxe für kleine kinder nachvollziehen, welche die eltern peinigt, die im infektionsgebiet reisen möchten. der rat von verschiedenen tropenmedizinern wies das spektrum von "warte bis dein kind älter ist" bis zu "prophylaxe mit resochin in kombination mit palludrine reicht- um gottes willen kein lariam fürs kind". da nutzten uns unsere eigenen langjährigen erfahrungen wenig, weil wir damals immer nur mit stand by unterwegs waren. in jedem fall wichtig !abends lange klamotten + autan (o.ä.) + mosinet! LARIAM: in anbetracht daran, daß kinder in diesen alter sowieso ab und zu mal fieber bekommen (das immunsystem lernt ja noch fleißig), haben wir uns dann doch für lariam entschieden, und das für unsere damals noch nicht mal 2 jahre alte tochter. eins ist klar, das mittel ist nicht umsonst über begrenzte zeiträume einsetzbar, weil unter umständen mit vielen nebenwirkungen behaftet, welche uns von familie und ein paar freunden aus erster hand bekannt sind. die statistik besagt 15% der user von lariam müssen das mittel wegen nebenwirkungen wieder abstellen (quelle: dr.med.lechermann, berlin-kreuzberg). MALARIA QUICK: an diesem beispiel wird deutlich, daß es in manchen, scheinbar häufig bereisten gebieten nicht immer möglich ist, schnell den begehrten befund bezüglich malaria zu bekommen - auch wenn fahrzeuge in der nähe sind. zu unserer verwunderung sahen auch manch andere reisende (sowie die europäischen betreiber des campingplatzes) nicht die notwendigkeit die betroffenen schnell zu entsprechender stelle zu befördern. mag diese lockerheit an "malawi gold dope" liegen oder daran, daß die meisten langzeittravler dort selbst quartalsmäßig an malaria erkranken. wir wissen aus eigenen erfahrungen, daß jeder tag zählt. einer unser engsten freunde landete nach 6 tagen unbehandelten leichten fiebers für 14 tage auf der intensivstation mit nieren-, leber- und lungenversagen - zum glück in deutschland. er dachte, daß leichte fieber (ca. 38-39°C) ist sicher eine erkältung, verursacht durch die rückkehr ins kalte deutschland. er hatte glück, ein kleinkind hat in diesem falle keine chance mehr! desshalb hier noch ein paar links zum thema malaria: http://www.netdoktor.de/krankheiten/reisemedizin/malaria.htm http://www.hupeverlag.de/Features/Malaria/body_malaria.html http://tages-anzeiger.ch/archiv/98november/981117/201704.HTM MALARONE: EMPFEHLUNG: ZUM SCHLUSS: safari njema IP: Gespeichert |
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Woko Junior Member Beiträge: 3 |
Hallo Anno, falls dir irgendeiner erzählt Lariam sei für Kinder unbedenklich,jag ihn zum Teufel!!! Ich habe schon mehrfach Erwachsene nach der prophylaktischen!!!! nicht nach der Therapeutischen!!!!! Einnahmen mit Schwindel, Benommenheit, Halluzinationen, absoluten Kreislaufstörungen und Übelkeit über den Camping kriechen sehen. Das kann für Kinder nicht unbedenklich sein!!!!! Ich hab das Mittel selber einmal zur Behandlung genommen, das macht einen richtig platt!! Es soll aber ein homöopathisches Mittel in der Schweiz geben das angeblich gerade für Kinder zur Prophylaxe sehr geeignet ist. Ich habe mal Leute getroffen die sich mit Baby bzw. Kleinkind lange im Senegal aufgehalten haben.Da hat es super funktioniert. Vielleicht mal im internatinalen Medikamentenhandel recherchieren??? Viele Grüße Andreas IP: Gespeichert |
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Birte Junior Member Beiträge: 9 |
Hallo, unsere Erfahrungen mit Lariam sind unterschiedlich. Unsere Kleine hat mit 6 mit massiven Depressionen reagiert, die erst Wochen nach der Rückkehr aufgetreten sind. Die Halbwertzeit des Mittels ist sehr lang.- Nach einigen Wochen (kurz vor dem Kinderpsychologen) war der Spuk verschwunden. Problem bei Malarone: Ist in Deutschland nur für Leute über 40 kg zugelassen. Für Kinder muss direkt in USA über die internationale Apotheke bestellt werden. Kostenpunkt war letztes Jahr: 1200.- DM Heftig oder? Wir haben uns inm bolivianischen Regenwald dann doch für Resochin entschieden, was dort ausreichte. Wo wollt ihr denn hin? Birte IP: Gespeichert |
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P996 Junior Member Beiträge: 8 |
Also in Sachen Homöopathie und Malaria Prophylaxe kann ich nur HEFTIGST mit dem Kopf schütteln. Wer sich mit der Homöopathie beschäftigt hat, weiss genau, dass das UNMÖGLICH ist. Also bitte nicht jeden Schmus glauben, den man liest oder hört. Als Pharmazeut muss ich mir fast jeden Tag irgendwelche Stories von wundersamen Mitteln anhören und kann aufgrund meiner langjährigen Erfahrung und der entsprechenden Ausbildung oft nur mit Ensetzen beobachten, wie die Menschen auf solche "Mittel" hereinfallen. Aus der Historie meiner Patienten und der meiner Frau (sie ist Ärztin) kann ich von Reisen mit kleinen Kindern in Malariagebieten nur dringendst abraten. Mir ist klar, dass bei manchen Eltern der Egoismus überwiegt sich einen schönen Trip zu gönnen aber schliesslich hat man für die kleinen Viecher die man in die Welt gesetzt hat auch eine gewisse Verwantwortung übernommen. Wer mit "wird schon gut gehen" ins Abenteuer startet, der kann am Ende mit einer bösen Überraschung rechnen. Wir haben etliche Fälle von erkrankten Kindern, deren Eltern auf die Ratschläge der Fachleute nicht gehört haben. Schliesslich ist man heutzutage natürlich durch klugscheisserische Magazine und das Internet bestens informiert und zwar offenbar so, dass dies langjährige fachliche Erfahrungen und ein langjähriges Studium praktisch unnötig erscheinen lassen, nicht wahr ?! Also bitte einfach mal die eigene Birne einsetzen und nachdenken und vielleicht auch den einen oder anderen Rat des Hausarztes befolgen. Und falls der Hausarzt nicht durchblickt, es gibt noch ein Tropeninstitut. Aber der gesunde Menschenverstand und ein wenig Instinkt sollten reichen um zu erkennen, dass die Kinder kein Gepäckstück sondern ein grosses Stück Verantwortung und Aufopferung sind. Und dann kann man, so denke ich, seine Wünsche und Träume ein klein wenig auf ein für alle beteiligten Personen annehmbares Maß reduzieren. IP: Gespeichert |
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Birte Junior Member Beiträge: 9 |
Lieber P996 (Komischer Name!), mit Interesse habe ich deinen Beitrag und deine Beschimpfung aller (welt-)reiselustigen Eltern gelesen. In deinem Beitrag vermisse ich allerdings jede Form von Toleranz Andersdenkenden gegenüber sondern erkenne nur einen Rundumschlag mit gewissenbissenerzeugenden Argumenten, die ich so nicht unwidersprochen stehen lassen will. Es gibt nun einmal Menschen - die sich warum auch immer - dafür entschieden haben, andere (Reise-)Wege zu beschreiten, als Neckermann möglich macht. Das sehe ich als eine Lebenseinstellung an, die von der Umwelt meines Erachtens zu akzeptieren ist. Seinen Kindern die Welt zu zeigen jenseits der großen Touristenströme und Hotelkomplexe ist für mich eine Form der weltoffenen Erziehung, die Toleranz, Menschen- und Naturliebe fördert. Solchen Eltern aber automatisch mangelndes Verantwortungsbewusstsein zu unterstellen, grenzt für mich an eine unerträgliche Arroganz und Intoleranz. Selbstverständlich werden Eltern, die mit Kindern auf Fernreisen gehen, sich in der Regel intensiv bemühen, das Risiko so gering wie möglich zu halten, was ja so eine Anfrage auch zeigt. Wünschenswert wäre doch für einen Apotheker, sich nicht mit abqualifizierenden Rundumschlägen als Richter der "geschundenen" Kinder aufzuspielen, sondern sein Fachwissen einzusetzen, um Eltern zu unterstützen, die mit ihren Kindern ein erfülltes Leben leben wollen. Ich wünsche dir Toleranz, Freude bei Pauschalreisen und ebensolche Kunden in der Apotheke. Liebe Grüße, Birte IP: Gespeichert |
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Matthias Reich Member Beiträge: 51 |
Hallo Birte, Hallo P996 Bist Du der kleine Bruder von R2D2 ? ;-) Beschimpfungen oder intolerantes Gehabe konnte ich bei C3PO wirklich nicht entdecken. Er hat nur seine Meinung aus Sicht eines Apothekers kundgetan. Das das nicht jeder Lehrerin schmeckt ist auch klar ;-). Verantwortung ist eben wichtig wenn man kleine Kröten hat. Wir haben deren 2 und möchten auch wieder gerne nach Botswana in´s Delta oder nach Sambia *träum*. Aber solange die Kids so klein sind (z.Zt. 4,5 und 1,75) machen wir das nicht! Es gibt viele Ziele die für die ganze Famile "der Knaller" sind, weitab der Neckermänner, und auch (trotz,wegen,mit?) Diesel ein grosses Abenteuer sein können. Gruss Matze BTW Grüsse von einem reisefreudigen Pappa. [Diese Nachricht wurde von Matthias Reich am 29. April 2002 editiert.] IP: Gespeichert |
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Birte Junior Member Beiträge: 9 |
Liebe Mathias, schade eigentlich, dass sich Toleranz nicht auch auf Berufsgruppen bezieht! Aber was soll´s, ich steh dazu, bin mit Leib und Seele Hauptschullehrerin - und versuche ebendiese meienen Schülern zu vermitteln. (Manchmal meint man schon, halb Deutschland hat eine Schulphobie!) Zu deinem Statement möchte ich nur sagen, dass es vielleicht etwas missverständlich rüberkam, was ich in meinem ersten Beitrag geschrieben habe. Du brauchst nicht glauben, dass wir das besonders cool fanden, die Reaktion unserer Tochter feststellen zu müssen. Wir haben vor jeder Reise ausführliche Infos vom Bernhard-Nocht-Institut eingeholt, zusätzlich reisemedizinische Beratung bei einem spezialisierten Apotheker eingeholt und unseren Kinderarzt konsultiert,der sich ebenfalls auf Tropenmedizin spezialisiert hat, weil er selbst jedes Jahr in Südamerika unterwegs ist (und das zum ersten Mal, als sein Sohn ein Jahr alt war). Wir denken schon, dass wir verantwortungsbewusst handeln, aber du wirst nie jedes Risiko ausscchalten können, auch hier in Deutschland nicht! Man muss immer abwägen im Leben - gerade natürlich wenn man Kinder hat. Sei so lieb, versuch´s auch du mit etwas Toleranz! Liebe Grüße, Birte IP: Gespeichert |
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P996 Junior Member Beiträge: 8 |
Ich wollte weder untolerant sein, noch jemanden beschimpfen. Aber ich kenne kaum einen Arzt, der Reisen in die Tropen mit kleinen Kindern befürworten würde, ausser "auf eigene Gefahr". Diese "eigene Gefahr" liegt dann aber leider bei den Kindern und nicht bei den Eltern, die darüber entscheiden wollen. Wir sind erst letzte Woche aus den USA zurückgekommen und unsere Kleine hat sich dort stark erkältet, ausgerechnet am vorletzten Urlaubstag als wir in einem Wasserpark den starken Wind "unterschätzten". Mit fast 40 Grad Fieber flogen wir dann nach Deutschland zurück. Als wir dann hier ins Krankenhaus mussten, weil die Kleine nichts mehr trinken und kaum noch essen wollte, musste der Kinderarzt in der Klinik bereits nach einem Tag (!) eine beginnende Exzikose feststellen. Wenn Kleinkinder nicht trinken wollen, kann das nämlich schnell in der Katastrophe enden. Der Krankenhausarzt erzählte uns dann die tollsten Stories von Eltern und Kindern im Urlaub und wir waren entsetzt. Sogar zwei Todesfälle waren darunter. Jetzt erzähle mir doch mal Birte, wie Du in den Tropen ohne Arzt und Krankenhaus eine Infusion legen willst (unsere Kleine musste 2 Tage im Krankenhaus bleiben und hat 3 volle Infusionsflaschen verabreicht bekommen) ? Oder fährt man dann eben schnell ins nächste Hutu Krankenhaus ?! :-) Aber im Ernst: gerade als Lehrer sollte man sich der Verantwortung für die eigenen Kinder sehr wohl bewusst sein. Deine etwas "eingeschnappte" Antwort auf meinen Beitrag deutet auf eine sehr gesunde Portion Egoismus hin. Dann hättest Du eben kein Kind in die Welt setzen sollen. Zum Thema P996: das ist die Abkürzung einer Fahrzeugmodellreihe eines bekannten deutschen Herstellers. Nicht mehr, nicht weniger. :-)
quote: IP: Gespeichert |
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Birte Junior Member Beiträge: 9 |
Lieber P996, auch dir eine freundliche Antwort auf dein Statement. Ich hoffe, eurer Kleinen geht es inzwischen wieder besser. Was du berichtest, deckt sich eigentlich nur mit dem, was ich sagen wollte: selbst in einem sicheren Urlaubsland, selbst hier in Deutschland kann deinem Kind etwas passieren. Zu meinen Kindern: sie sind inzwischen 11, 13 und 16 uns wir haben tatsächlich kein Kleinkind in den Busch geschleppt. Wir haben ganz langsam angefangen, als unsere Kleine 6 war, Thailand war die erste Fernreise mit den Kindern (Von Florida und so mal abgesehen). Wir waren in Bangkok und für vier Tage auf Trekking-Tour im Goldenen Dreieck und auch da wollten wir das Risiko minimieren, darum Lariam und Ergebnis, s.o. Leben und leben lassen, liebe Grüße Birte IP: Gespeichert |
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Metaxas Junior Member Beiträge: 1 |
Die Diskussion geht meiner Meinung am Kern vorbei. Es geht weder um Toleranz noch um ein Anprangern, wenn man den Schutz von Kindern fordert. Jeder kann mit seinem Leben tun und lassen was er will. Kinder haben jedoch keine Entscheidungsmöglichkeit wenn Ihre Eltern sie Gefahren aussetzen. Natürlich ist es Egoismus wenn Eltern nicht auf Reisen verzichten können, und es in Kauf nehmen dass sie Ihre Kinder mit Behandlungen sinnlos belasten muss. Aber das Wesen von Egoismus ist ja dass derjenige der es ausübt nur seinen Standpunkt sieht. Deshalb werden wir hier nicht auf einen grünen Zweig kommen. Ich kann aus beruflicher Sicht nur alle Eltern motivieren, in der sehr sensiblen Altersphase auf außerordentliche Belastungen und Risiken zu verzichten. Vielleicht sind wir auch einmal froh wenn unsere Kinder uns - wenn wir alt sind und uns nicht mehr wehren können, nicht Gefahren aussetzen, die sie nicht kalkulieren können. Metaxas IP: Gespeichert |
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P996 Junior Member Beiträge: 8 |
Genau meine Gedanken. Eigentlich wollte ich genau DAS sagen aber irgendwie sind dann doch die Pferde mit mir durch. ![]() Es ist schon interessant unsere heutige Gesellschaft zu betrachten: da fordern wir Selbsbestimmung für unsere Kinder und dann machen wir mit ihnen ungefragt ja doch was wir wollen. Das ist sicherlich, auch zum Schutz der Kinder, zumeist berechtigt aber wir sollten es wenn es um die Gesundheit der Kinder geht, nicht übertreiben. Erschreckend ist auch, dass viele Eltern ihre eigenen Weltanschauungen und Prinzipien derart konsequent verfolgen, dass sie ihren Kindern elementarsten Impfschutz und sogar wichtige Nahrung im Säuglings-/Kleinkindalter verweigern. Die Quittung hat dann meine Frau immer wieder in ihrer Praxis aber das Einreden auf die Eltern nützt dann zumeist auch nichts mehr und von Einsicht kann sowieso nicht die Rede sein, auch wenn das Kind ins Krankenhaus kommt und am Tropf hängt. Ich musste als Vater auch viele Zugeständnisse machen und habe es hin und wieder bereut. Aber rückblickend ist mir meine kleine Tochter wichtiger als Autorennen, gefährliche Sportarten und anderer Luxus (diese "Hobbies" sind Luxus, da kann man lamentieren wie man will, das gilt auch für Expeditionen) und somit schränke ich mich eben ein. Und wenn ich dann mal ein klein wenig unzufrieden bin, dann nehme ich meine Kleine in den Arm oder sehe ihr beim Spielen zu und alles ist vergessen.
quote: IP: Gespeichert |
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