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  Neues aus der Malariaforschung: Neues Kombimedikament in Sicht

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Autor Thema:   Neues aus der Malariaforschung: Neues Kombimedikament in Sicht
LD
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Beiträge: 16
Registriert: Mär 2001

erstellt am: 13. Oktober 2001 10:48     Sehen Sie sich das Profil von LD an!     Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag! Reply w/Quote
Neues Kombipräparat gegen Malaria"
--> http://www.uno.de/schlagzeilen/2001/01mar02.htm
2. März 2001
"Malaria: Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben ein Abkommen zur Entwicklung eines neuen Medikamentes gegen Malaria unterzeichnet. Das Produkt LAPDAP kombiniert zwei bereits bestehende Anti-Malaria Wirkstoffe (chlorproguanil und dapsone). Das Mittel soll insbesondere in Afrika südlich der Sahara eingesetzt werden."

Resistente Stämme erfolgreich bekämpft


Neues Kombipräparat gibt
Hoffnung im Kampf gegen Malaria

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London/Daressalam (rpo). Eine neue Kombination aus einem Malaria und einem ursprünglichen Lepra-Medikament hilft möglicherweise gegen resistente Malaria-Erreger in Afrika. Rund eine Million Menschen sterben jährlich an der durch die Stechmücke übertragenen Krankheit.

Wie das britische medizinische Fachjournal "Lancet" (Bd. 358, S. 1218) in seiner neuesten Ausgabe berichtet, bekämpften Wissenschaftler am "Nationalen Institut für Medizinische Forschung" in der tansanischen Stadt Daressalam resistente Stämme erfolgreich mit einer Koppelung der Mittel Chlorproguanil und Dapson.

Während Chlorproguanil schon lange als Malariamittel eingesetzt wird, ist Dapson ursprünglich ein Medikament zur Lepra-Behandlung. Das Forscherteam um den Mediziner Theonest Mutabingwa gab zunächst 360 malariakranken Kindern im Norden des ostafrikanischen Landes ein bekanntes Malariamittel (Pyrimethamin-Sulfadoxin). Nach einigen Tagen bekamen diejenigen, die nicht geheilt waren entweder erneut dieses Mittel oder das neue Kombipräparat Chlorproguanil-Dapson. Während im ersten Fall nach der erneuten Behandlung nur 39 Prozent der Kinder parasitenfrei wurden, waren es mit dem neuen Kombipräparat 93 Prozent.

Rund eine Million Menschen sterben jährlich an der durch die Stechmücke übertragenen Krankheit, viele von ihnen in Afrika. 40 Jahre lang wurde auf dem Kontinent das Mittel Chloroquin erfolgreich genutzt. In den 80er Jahren jedoch wuchs in Afrika die Resistenz gegen das Mittel. Seitdem behandeln Länder wie Kenia, Tansania, Malawi und Südafrika Malaria mit Pyrimethamin-Sulfadixin. Doch nach Informationen von Medizinern wird die Behandlung oft von schweren Allergien begleitet. In den letzten zehn Jahren zumal wurden immer mehr Stämme resistent gegen diese Kombination.

Das neue Kombimittel soll nach Auskunft der Forscher nicht nur effektiv, sondern auch günstig herstellbar sein. "Afrika braucht dringend effektive und bezahlbare Alternativen zu bestehenden Medikamenten, um die wachsende Zahl der Malariaopfer zu bremsen", zitiert das Blatt einen Sprecher des Forscherteams.


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