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  Stromversorgung des Fahrzeugs im Standbetrieb.

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Autor Thema:   Stromversorgung des Fahrzeugs im Standbetrieb.
Klaus Därr
Administrator

Beiträge: 223
Registriert: Mär 2000

erstellt am: 07. März 2001 19:05     Sehen Sie sich das Profil von Klaus Därr an!     Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag! Reply w/Quote
Sind Solarpanels auf dem Reisefahrzeug wirklich eine Lösung? Ist da nicht besser ein Kleingenerator? Noch besser ist vermutlich Zusatzbatterien einbauen und sparsam mit dem Strom umgehen.
Was sagen diejenigen, die wirklich schon lang unterwegs sind oder waren?

IP: Gespeichert

dsko
Junior Member

Beiträge: 11
Registriert: Okt 2000

erstellt am: 08. März 2001 08:41     Sehen Sie sich das Profil von dsko an!   Senden Sie dsko eine eMail!     Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag! Reply w/Quote
Hallo Klaus!

Wie wärs mit einem Windgenerator? Hab selbst aber keine Erfahrung damit.

Gruß
Dietmar

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Willy Enzinger
Junior Member

Beiträge: 21
Registriert: Jun 2000

erstellt am: 09. März 2001 21:34     Sehen Sie sich das Profil von Willy Enzinger an!   Senden Sie Willy Enzinger eine eMail!     Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag! Reply w/Quote
Hi Klaus,

ich habe schon seit ca. 15 Jahren immer Solarzellen auf dem Dach.
Bei normalem Stromverbrauch (sprich Kühlschrank, Licht, Musik) genügen dir für Langzeitreisen ca. 220 Watt auf dem Dach, d.h. 4 Panele mit je 55 W oder 2 Kombipanele mit je 110 W.
Wenn du dich viel im Norden rumtreibst, dann brauchst du 300W auf dem Dach!
Die ganzen Aufstell- und Ausrichtmimiken sind zwar schön aber auf die Dauer äussert lästig.
Nimm dafür lieber ein Panel zusätzlich und montiere sie flach auf das Dach, dann bist du deinen Ärger los.
Denk an eine gute Hinterlüftung, bei grosser Hitze wird die Leistung immer schlechter.
Es gibt Panele, die mehr für die heissen Gegenden sind und solche, die mehr für gemässigte Breiten sind.
Nach deiner Route kannst du ja dann die Panele wählen.
Die lästigste Stromversorgung ist ein Generator. Entweder ist er im Auto fest eingebaut und stört dich dort oder du trägst ihn jeden Abend raus und das nervt dich gemein, zumindest aber deinen Nachbarn.
Glaub nicht den Schmarrn von wegen geräuschgedämpft und Schwingungsgedämpft - er nervt dich verdammt.

Genauso lästig sind Windgeneratoren, die sind laut und die hast immer was zum Basteln und aus- und einklappen.
Und wenn du Strom brauchst ist kein Wind da.
Gute Leistungen bringen die Dinger erst ab ca. 10 m Wind - schon ein verdammt starkes Lüftchen - ist gut für Segelyachten.
Stell dir vor, es ist Mitternacht in der Sahara, du kannst endlich von der Temperatur her schlafen, der Wind kommt und dann beginnt das Rattern und Klappern über deinem Kopf.
Selbst wenn du schlafen solltest, so ist es nicht sicher, ob du am Morgen wieder gesund aufwachst - deine nicht schlafenden Mitreisenden könnten dich gelyncht haben.

Das bequemste sind Solarzellen und eine ausgetüftelte Ladeelektronik mit Ladestromverteilern und Kühlschränke mit elektronischen Kältespeichern.
Da sparst du eine ganze Menge und kommst dann auch sehr gut mit dem Strom aus, auch wenn nur diffuses Licht da ist.

Mit freundlichen

Willy

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Lothar
Junior Member

Beiträge: 17
Registriert: Okt 2000

erstellt am: 10. März 2001 18:25     Sehen Sie sich das Profil von Lothar an!   Senden Sie Lothar eine eMail!     Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag! Reply w/Quote
Nach meinen bisherigen Erfahrungen ist die Kombination Solarpanel und Generator mit Ladegerät gut.

Wobei der Generator nicht nur zum gelegentlichen Nachladen der Batterien gute Dienste leistete, sondern in Verbindung mit Bohrmaschine und Trennschleifer o.ä. die Reparaturmöglichkeiten unterwegs deutlich verbessert. Auch die Chance, einer leeren Starterbatterie wieder Leben einzuhauchen, kann von Vorteil sein.

Aus meiner Sicht haben auf dem Fahrzeug montierte Solarpanel allerdings einen entscheidenden Nachteil:
Die Suche nach einem schattigen Plätzchen verbietet sich damit oder wird erheblich komplizierter.

Um die Funktion der Solarpanels zu gewährleisten, muss man sie/das Fahrzeug doch irgendwie der Sonne aussetzen, was wiederum die Innentemperatur und damit auch die Leistungsaufnahme des größten Stromfressers "Kühlschrank/-box" erhöht.

Abhilfe werde ich durch transportable Solarpanels schaffen, die über ein entsprechendes Verlängerungskabel in der Sonne plaziert werden können, um dem im Schatten stehenden Fahrzeug den notwendigen Strom für ein kühles Bier zu liefern. Im Schatten des Baumes mit eben diesem kühlen Bier in der Hand, kann ich dann die Kollektoren vor "Fremdzugriff" bewachen. :-)

Natürlich ist die Leistungsdimensionierung der Solaranlage abhängig von den Gegenden die man bereist.

Wir haben z.Zt. 100W-Panels, die der Sonne nachgeführt werden können. Sie sind (in Afrika) etwas knapp bemessen, so dass innerhalb eines Jahres 4-5 mal per Generator nachgeladen werden mußten. Unser Hauptverbraucher ist ein 110L Kühlschrank (ca. 70% des Gesamtverbrauchs). Für Afrika sollte eine 200W-Solaranlage gut ausreichend sein. Z.B. 120W fest moniert, 80W transportabel.

Es ist klar, dass diese Vorschläge nicht an Leute gerichtet sind , die mit einem Motorrad, sondern auf Fahrzeugen mit mindestens 4 Rädern und über 3t Gesamtgewicht unterwegs sind !


Gruss von

Lothar


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Buko
Junior Member

Beiträge: 19
Registriert: Jul 2000

erstellt am: 11. März 2001 10:02     Sehen Sie sich das Profil von Buko an!   Senden Sie Buko eine eMail!     Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag! Reply w/Quote
Hi Weltreisende,

wir reisen mit einem Lkw und leben längere Zeit in dem Fahrzeug.
Auf dem Dach sind 6 Solarzellen a 50 Watt installiert, die völlig ausreichend sind.
Ein Windgenerator bewährte sich nicht, da man in der Regel zu faul ist diesen aufzubauen.
Engpässe in der Stromversorgung gibt es bei uns nur im Winter, wenn die Dieselheizung häufig läuft, und man sich länger im Fahrzeug aufhält und so mehr Strom für Radio, Laptop, Licht etc. benötigt.
Hier laden wir gelegentlich mit einem kleinen Notstromgerät nach.

Grüße
Buko

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lauwigi
Junior Member

Beiträge: 15
Registriert: Nov 2000

erstellt am: 21. März 2001 20:22     Sehen Sie sich das Profil von lauwigi an!   Senden Sie lauwigi eine eMail!     Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag! Reply w/Quote
Halloele,
wir haben einen Kompressorkuehlschrank an Bord und kommen mit 200AH so rund 3-4 Tage aus. Zum Nachladen nehmen wir einen Bundeswehr Moppel der mit 12V, 24V und 36V laden kann. Dafür leistet er aber so um 14A bis 16A.
Der Vorteil hierbei ist folgender.
Wir stehen alleine in der Pampas und am Vorabend sind wir noch mit Licht unterwegs gewesen. Leider hatte sich ein Kabel von der Lima verabschiedet und so verlief der Startversuch am Morgen sehr unbefriedigend. Saft futsch. Moppel raus und 45min rattern lassen ( wobei er wirklich leise ist ) und wieder genuegend Saft auf den Batterien zum starten. Es gibt auch einen etwas grösseren Moppel mit Starthilfeeinrichtung. Nur finde ich es praktischer, gleich 24V zu erzeugen, als 22oV die ich dann über ein Ladegeraet mit 8A wieder zu 24 oder 12V mache.
Gruss Rainer

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