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| Autor | Thema: Wie machen die das mit der Malariavorsorge? |
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Klaus Därr Administrator Beiträge: 223 |
Hallo Weltreisende, schreibt uns doch mal wie Ihr das mit der Malariavorsorge haltet. Man kann ja wohl nicht jahrelang Chemie schlucken um vor dieser einen Krankheit verschont zu bleiben. IP: Gespeichert |
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Lothar Junior Member Beiträge: 17 |
Seit einiger Zeit gibt es ein Medikament zur Behandlung von Malaria, dass sich schon fast wie eine "Wunderwaffe" anhört. Es stammt aus China und wird in Afrika frei erhältlich unter "Artenam" oder "Cotecxin" in Apotheken geführt. - Resistenzien nicht vorhanden
In Deutschland ist dieses Medikament noch nicht zu bekommen, in Afrika wird es angeblich erfolgreich angewandt. Wir haben es uns für den Fall der Fälle in Afrika besorgt, brauchten es aber glücklicherweise noch nicht ausprobieren. Wer weiß genaueres darüber: Warum ist es in Deutschland nicht zugelassen, wer hat Erfahrungen mit dem Medikament (hat es angewandt), gibt es Resistenzien, wer ist sachkundig ? Die Prävention ist der beste Schutz, aber nicht einfach: Den allergrößten Teil der Mückenstiche erhielt ich immer an den Füßen. Mücken sind äußerst raffiniert. Sie halten sich bevorzugt unter Tischen und Stühlen am Boden auf und fallen dann ungesehen über die häufig ungeschützten Fußknöchel/Fersen her. Es empfehlen sich leichte hohe Stiefel oder irgend eine Art "Gamaschen" (z.B. Leder). Malariafreie Reise wünscht
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www.scorpiontrophy.de Junior Member Beiträge: 22 |
Zum Thema Malaria gibt es viele Einstellungen- da können auch Experten ewig streiten..... Freunde, die seit 5 Jahren im Jemen leben und arbeiten, berichten folgendes: - Hände weg von Dauerprophylaxen, die belasten den Organismus mehr, als sie schützen. - Wichtig: Aktiver Schutz durch Verhalten, Kleidung und Ausstattung also Vorsicht in der Dämmerungsphase, da sind Mûcken sehr aktiv, Schutz insbesonders der Arme und Fussknöchel( da treten die Adern besonders gut hervor) durch weite Kleidung (am besten den Einheimischen abgucken). - Anwendung der entsprechenden Mûckenschutzmittel (Autan u.s.w.) an den bedrohten Körperpartien - Schlafen unter dem Mûckenschutznetz - Bei Symptomen von Malaria (Fieberschub...) Viele Grüsse Felix Transfeld IP: Gespeichert |
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eitmos Junior Member Beiträge: 28 |
Hallo Klaus! Wei schon gesagt wurde, selbst Experten streiten darüber!! Da ich beruflich unter anderem Impfberatungen mache, weiß ich einiges darüber. Auch kenne ich einige Entwicklungshelfer, die über Jahre hinweg mit Malaria zu kämpfen haben. Die Jungs des amerikanischen Peacecorps, die meisten für zwei Jahre in einem Entwicklungeland sind, MÜSSEN ununterbrochen Lariam nehmen, sonst werden sie unverszüglich nach hause geschickt. Finde ich persönlich ungeheuerlich!! Das Problem einer Langzeitprophylaxe mit Lariam sind nicht nur die Nebenwirkungen, die von Depressionen bis zu Haarausfall und schlimmerem gehen können, sondern auch, daß sich eine trotz Lariamprophylaxe zugezogene Malaria durch die Lariameinnahme nicht gut nachweisen läßt. Die Malaria ist viel schwerer erkennbar. Die meines Erachtens im Moment einzige Alternative (das asiatische oben genannte asiatische Medikament ist noch nicht in Deutschland zugelassen und zu wenig erforscht)wäre Resochin zusammen mit Paludrine. Natürlich kein hundertprozentiger Schutz, aber selbst im Falle einer Malaria verläuft diese dann weniger heftig. Und die Nebenwirkungen stehen in keinem Verhältnis zu denen, die durch Lariam hervorgerufen werden. Für eine Langzeitprophylaxe die beste Alternative. Entwicklungshelfer nehmen entweder ständig Resochin, alleine oder in Verbindung mit Paludrine. Oder nehmen eine Prophylaxe, egal welche, nur zur Regenzeit. Oder nehmen gar nichts und nehmen eine oder zwei Malariaerkrankungen pro Jahr in Kauf, die sie dann mit Halfan oder Fansidar (zur Prophylaxe nicht zugelassene Medikamte!) auskurieren. Die Malaria hat dann eigentlich ihren Schrecken verloren. Eine Malaria ist dann so schlimm, wie für uns eine Grippe. Und Du als Tourist oder im Ausland lebender Europäer hast immer das Geld für eine richtige Behandlung. Die Einheimischen können sich die Tabletten nicht leisten. Verstehe mich bitte nicht falsch, natürlich ist Malaria eine Tropenkrankheit, die absolut tötlich verlaufen kann und ndich tunterschätzt werden soll. Aber im Grunde genommen ist es wie mit den Überfällen in der Sahara. Hier hört sich alles viel schlimmer an wie es ist oder wie es sich dann vor Ort herausstellt. Trotzdem würdest Du ja nicht auf eine weitere Tour verzichten. Ich hoffe, Du verstehst, wie ich das meine, hast ja selber "beste" Erfahrungen gemacht. Da wir selber evt. für eine paar Jahre in einem Entwicklungsland leben werden wird sich für und die Frage einer Dauerprophylaxe ebenfalls stellen. Wahrscheinich werde ich nichts nehmen und ein bis zwei Infektionen pro Jahr in Kauf nehmen. Dabei werde ich versuchen, mich nicht so oft stechen zu lassen, wobei das wahrscheilich Utopie bleiben wird. Laß' Dich nicht verrückt machen! Gruß, Simone IP: Gespeichert |
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LD Junior Member Beiträge: 16 |
Ich kann zum Thema eigentlich keinen profunden Ratschlag geben, möchte aber mal meine Erfahrungen hierzu mitteilen
Jedsmal lags letztendlich an der falschen oder unvollständigen Prophylaxe. Die zwei anderen Male erwischte ich in Afrika eine Malaria Tropica, einmal in Zaire, weil das damals gültige Medikament Fansidar wegen nicht akzepabler Nebenwirkungen von mir durch reschochin ersetzt wurde, was dann aber keinen Schutz bot. Das Ganze war ziemlich grauenhaft, passierte in Kisangani (1985), wurde nach 3 Tagen diagnostiziert; ich nahm in einer Wochen 10KG ab und brauchte wochen, um mich von der körperlichen Schwäche zu erholen. Das dritte Mal schließlich ereilte mich das Schicksal ebenfalls in Ostafrika Anfang der 90er Jahre; diesmal probierte ich es mal ohne Prophylaxe, (ich kenne einige Leute, die tatsächlich ohne ledigliche Medikamenteneinnahme monatelang problemlos auf Reise waren); hat auch nichts genutzt, wurde wieder eine Tropica; hier habe ich aufgrund der entstandenen Sensibiltät bereits bei den ersten Krankheitszeichen auch ohne Diagnoase sofort mit einer Behandlung begonnen. 1995 unternahm ich schließlich meine letzte Westafrikatour; dort nahm ich Lariam und muß sagen- ich war wiederum überhaupt nicht begeistert; nach jeder wöchentlichen Tabletteneinnahme litt ich 1 bis 2 tage an völlig unerklärlichen Depressionszuständen, es läßt sich nur schwer beschreiben, man ist völlig von der Rolle, läuft neben sich her, als ob ein innerer schalter umgeknipst worden ist; dennoch war meine angst vor der krankheit größer, so daß ich die sehr unangenehmen Nebenwirkungen widerwillig 2 Monate in Kauf nahm. Fazit: Ich hab einfach keine Lösung für das Problem; auf der einen seite bin ich offensichtlich sehr empfänglich für Nebenwirkungen der Medikamenteneinnahme (vom damaligen resochin über fansidar bis Lariam), auf der anderen seite ist mein respekt vor der Krankheit schon enorm; selbst wenn man relativ schnell mit einer Behandlung anfängt, ist und bleibt sie unangenehm und extrem kräftezehrend und man sollte sich auch nichts vormachen, die tropica ist auch gefährlich, weil sie innerhalb kürzester zeit wegen der unterbindung der sauerstoffzufuhr zum gehirn zum tode führen kann. Im Sommer werden ich mit eigenem Fahrzeug mal wieder 3 Monate Richtung westafrika aufbrechen; Die Aussicht auf Lariam trübt dabei meine Vorfreude doch schon enorm... Gruß Lothar IP: Gespeichert |
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Paul Graetz Junior Member Beiträge: 25 |
Nun, als "Nachbrenner": Resochin und Paludrine als Komination ist sicherlich dort sinnvoll, wo man die Tropica-Variante nicht zu erwarten hat und aufgrund der Jahreszeit ("Trockenzeit") kaum mit Malaria zu rechnen hat. Ich persönlich hatte mit den Mittelchen ein wenig zu kämpfen (Mattigkeit wöchentlich...) Lariam hatte bei mir und meiner Partnerin KEINE Nebenwirkungen! Die Wirksamkeit ist mir gott sei dank nur als positiv bekannt.... KEINE Malaria im Okavango-Delta nach einigen Tagen Mokoro und ein paar Tagen an einigen bekannten schönen aber feuchten Orten in Botwanas Norden! Nichts desto trotz: eine disziplinierte Vorgehensweise beim täglichen Kleiderwechsel morgens und abends (lang-kurz-lang)ist der beste Schutz, auch wenn es nervt! Und wenn es nach mir geht: Autan, auch wenn es die Haut austrocknet (sagt meine Frau) und steng riecht ![]() Grüsse an die Moskitos! Paul IP: Gespeichert |
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inken Junior Member Beiträge: 17 |
Hallo, noch einmal zum Thema Malariaprophylaxe: Ich bin Ärztin und beschäftige mich öfter mit diesem Thema. Man sollte die vom Tropeninstitut etc. empfohlene Medikamenteneinnahme für das jeweilige Land streng einhalten, trotzdem ist dies natürlich keine Garantie, wie ich am eigenen Leib erfahren mußte: Trotz regelmäßiger Einnahme von Resorchin und Paludrine erwischte mich in Tansania eine Malaria,diese behandelte ich dann mit Halfan, welches in Afrika billig zu kaufen ist. Das ganze war dann auch nicht so schlimm, für die Einheimischen ist Malaria wirklich wie Grippe, für mich hat sie auch ein wenig an Schrecken verloren- harmlos ist sie aber auf keinen Fall. Ich empfehle die die regelmäßige Prophylaxe und beim Auftreten sofort zu einem Arzt zur Diagnostik und Einnahme von Halfan oder ähnlich.Wenn man wieder hier ist, sollte man sich dann im Tropeninstitut noch einmal durchchecken lassen. ------------------ IP: Gespeichert |
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